2002 - EU-KV Rhein-Lahn

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2002

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Thüringen im Herzen Deutschlands - Politik, Wirtschaft und Kultur


Studienreise nach Thüringen
von Sonntag, 29. September bis Freitag, 04. Oktober 2002

in Kooperation mit der EStA Cursdorf (Europäische Staatsbürgerliche Akademie des Landes Thüringen)


Sonntag, 29. September 2002
Um 08.30 Uhr verließ der Bus mit 20 Personen an Bord den Salhofplatz, nahm in Niederlahnstein noch zwei weitere Damen und in Montabaur zwei Ehepaare auf. Über Limburg und die Lange Meile ging die Fahrt nach Gießen, von da aus via Alsfeld nach Eisenach, wo bereits das Mittagessen vorbestellt war. Nach dem Besuch des Bach-Hauses stieß Karin Schatzberg, die Pädagogische Mitarbeiterin der EStA Cursdorf, zur Gruppe und führte sie auf die Wartburg, wo eine Führung bestellt war. Danach führte der Weg nach Cursdorf, wo bereits das Abendessen wartete. Nach dem Beziehen der Zimmer wurde das Programm der nächsten fünf Tage besprochen und in die Seminarthematik eingeführt. Der vom Reiseleiter Hans G. Kuhn, dem Stv. und Geschäftsführenden Vorsitzenden der EUROPA-UNION Rhein-Lahn, aus Internet-Texten zusammengestellte Reiseführer lieferte alle erforderlichen Informationen.

Montag, 30. September
Am Vormittag stand ein Besuch im Stasi-Dokumentationszentrum in Erfurt auf dem Programm. Ein Mitarbeiter erläuterte Arbeitsweise und Schwierigkeiten, wie sie im Allgemeinen der Öffentlichkeit nicht bekannt sind. Nach dem Lunch und der Stadtführung wurde die Reisegruppe in der Staatskanzlei von Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel empfangen, der seine früheren "Landeskinder" herzlich willkommen hieß und ihnen für ihr Interesse für Thüringen dankte. Nur durch die persönliche Begegnung - so Vogel - könne die Bevölkerung der alten und der neuen Bundesländer die Einheit Wirklichkeit werden lassen. Der EUROPA-UNION und der Europäischen Staatsbürger-Akademie - hier vertreten durch Manfred Däuwel, den Beauftragten des Direktors - dankte er für ihren unermüdlichen Einsatz.

Dienstag, 01. Oktober
Rudolstadt mit dem Thüringischen Landesmuseum auf Schloss Heidecksburg war das Ziel am Vormittag.Nachmittags besuchten die Rheinland-Pfälzer das Schaubergwerk Morassina, ein ehemaliges Alaunschieferbergwerk, das nun zum Teil als Heilstollen für Atemwegserkrankungen, zum Teil als Museum genutzt wird.Am Abend wurde die Fahrt nach Weimar, besonders der Besuch in Buchenwald vorbereitet.

Mittwoch, 02. Oktober
Am Vormittag stand die Besichtigung der Porzellanmanufaktur in Unterweißbach auf dem Programm. Das früher einmal private Unternehmen stand nach der Wende hilflos vor der Situation der Selbstverantwortung, da die Vertriebswege völlig unbekannt waren. Durch die Kooperation mit der Firma Seltmann Weiden konnten die Produktion und einen relative Eigenständigkeit aufrecht erhalten werden. Der Schwerpunkt der Produktion auf Porzellanfiguren ist zwar geblieben, wird jedoch der geänderten Nachfrage angepasst. Aktuell wird geschmackvoller Christbaum- und Tischschmuck hergestellt. Die Besucher aus Rheinland-Pfalz konnten den Produktionsweg vom Entwurf über das Modell zur Gussform, vom Gießen über Montage und das Bemalen zum fertigen Produkt verfolgen und die handwerklichen Künstler befragen und bewundern. Mit einer Einkaufsaktion, die sich bei einigen Damen zum Kaufrausch auswuchs, kurbelte die Gruppe die Thüringer Wirtschaft an.
Am Nachmittag war der Besuch im Fröbel-Museum in Oberweißbach angesagt. Friedrich Fröbel, der Vater des Kindergartens, ist hier geboren.
Anschließend wurden die Farbglashütte in Lauscha besichtigt und die Glasbläser bei ihrer Arbeit beobachtet. Bemerkenswert ist, dass hier in Lauscha das berühmte Thüringer Waldglas, das Glasauge und die Christbaumkugel erfunden wurden. Wieder wurde reichlich eingekauft.
Nach dem Abendessen wurde im Dorfgemeinschaftshaus ein Thüringer Kräuterschnaps probiert, ehe eine echte Kräuterhexe ihren Vortrag über die Heilwirkung diverser Wildkräuter hielt. Wiederum wurde die Gelegenheit zum Einkauf naturbelassener Salben und Säfte reichlich genutzt.

Donnerstag, 03. Oktober
Am Nationalfeiertag stand am Vormittag ein Besuch in der Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar auf dem Programm. Aus der Fülle der schrecklichen Eindrücke stach die Tatsache heraus, dass der "Prediger von Buchenwald" quasi ein Landsmann war: Pfarrer Paul Schneider stammte aus dem Hunsrück. Der durch nichts einzuschüchternde Gottesmann wurde im "Bunker" zu Tode gequält. Ein Bild in seiner Zelle sowie Kerzen und Blumen halten sein Angedenken in Ehren.
Nach dem Lunch und der Stadtführung folgte ein Erlebnis der dritten Art: die Besichtigung des Goethe-Hauses. Auf dem Spuren des großen Dichters sein Haus zu durchschreiten, sein Arbeitszimmer und seine Bibliothek zu besichtigen und die vom ihm gesammelten Kunstgegenstände zu bestaunen war für manchen sehr beeindruckend. Die Stiftung Weimarer Klassik betreibt dieses Goethe-Nationalmuseum.
Nach dem Abendessen gab Gerhard Eickhorn, der Direktor der Europäischen Staatsbürger-Akademie Deutschland, der rheinland-pfälzischen Gruppe einen Empfang. Bei einem Glas Wein wurden viele gute Gespräche geführt. Reiseleiter Hans G. Kuhn nutzte die Gelegenheit und bedankte sich bei Akademieleiter Christof Dierkes für die gute Seminarvorbereitung und die exzellente Aufnahme im Hause sowie bei der Pädagogischen Mitarbeiterin Karin Schatzberg für ihre sachlich und menschlich kompetente Betreuung während der sechs Tage in Thüringen.

Freitag, 04. Oktober
Die Rückreise wurde in Gotha mit der Besichtigung von Schloss Friedenstein unterbrochen. Danach wurde Karin Schatzberg mit nochmals herzlichem Dank verabschiedet. Mit dem festen Vorsatz, nach dieser "Schnupperfahrt" zu ausgiebigen Besuchen nach Thüringen zurückzukehren, traten die Studienreisenden die Heimreise an. Rainer Nowak, Chef vom Reisedienst Arzheimer, brachte sie gewohnt sicher nach Lahnstein zurück.


 
 
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